Drei Länder, ein Ziel: Industrie 4.0 – Wirtschaftskooperation

Im Frühjahr 2019 nahmen Unternehmer aus der Ukraine, Belarus und Moldau an einem Managerfortbildungsprogramm „Wirtschaftskooperation mit Schwerpunkt Industrie 4.0“ an der DMAN in Celle teil. Die Top-Manager kamen aus den Branchen IT, Softwareentwicklung, Kommunikation, EDV-Dienstleistungen, Datenspeicherung und -verwaltung sowie Beratung. Sie wollten sich zum Thema Industrie 4.0 über neuste Entwicklungstrends informieren und möglichst viele deutsche Partner für unterschiedlichste gemeinsame Projekte und Kooperationen finden und gewinnen.

Das Programm dauerte vom 24. März bis 18. April 2019. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt, denn Anfang April fand die Hannover Messe statt, die in diesem Jahr unter dem Motto „HMI – Driver of Industrial Transformation“ stand.

Nach verschiedenen Schulungen und ersten Besuchen in deutschen Unternehmen verbrachten die Führungskräfte aus Osteuropa eine inspirierende Zeit auf der HMI. Die zwei Tage waren nicht nur interessant, sondern auch erfolgreich. Die hohe Entscheiderdichte war eine gute Gelegenheit, sich mit potenziellen Geschäftspartnern und zukünftigen Kunden zu vernetzen sowie neue Geschäftsprojekte zu initiieren.

Die weltgrößte Industriemesse präsentierte sich als der Ort, an dem alle Technologien rund um die industrielle Transformation gezeigt wurden – von der Automation bis zu Zulieferlösungen. Es nahmen rund 6.500 Aussteller an der HMI teil. Von den rund 215.000 Besuchern kamen ca. 40 Prozent aus dem Ausland, darunter auch unsere 14 Manager aus der Ukraine, die vier Teilnehmer aus Belarus und ein Unternehmer aus Moldau. Sie alle waren hoch zufrieden mit so effektiv erreichten Ergebnissen und wurden zu zahlreichen individuellen Folgetreffen auf die Messestände oder direkt in die Unternehmen eingeladen.

Auch Sergiy Yaremenko, Geschäftsführer und Eigentümer eines kharkiver mittelständischen Unternehmens, nutzte die Gelegenheit und traf mit dem Top-Management von SAP zusammen. Das weltbekannte Unternehmen stand an erster Stelle seiner Prioritätenliste mit den Kooperationsinteressen und so fasste er zusammen: "Dies ist ein großartiges Programm, das großartige Chancen bietet, neue Geschäftskontakte zu knüpfen und bestehende zu verbessern. Ich war auch sehr beeindruckt von der Hannover Messe.“

Ebenfalls aus Kharkiv, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, angereist war der stellvertretende Direktor von System Automation Service Ltd, Andriy Gumennyy. Das Geschäftsfeld seiner Firma ist die Integration industrieller Steuerungssysteme. Es war nicht sein erster Besuch auf der HMI, und so konnte er gut vergleichen.  Sein Resümee: "Die Teilnahme an diesem Programm hat meinen Blick auf viele verschiedene Dinge in unserem Unternehmen verändert. Ich habe erkannt, wie wichtig es ist, über den Tellerrand zu schauen. Ich konnte viel von den Unternehmen lernen, die wir mit unserer Gruppe besuchten, und neue Ideen bekommen. Wir verbessern unser Unternehmen und das, wonach wir streben müssen. Die Besuche von Phoenix Contact und der Hannover Messe waren für mich zwei absolute Highlights."

Die Phoenix Contact GmbH in Bad Pyrmont hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1923 zu einem führenden internationalen Unternehmen entwickelt. Es bietet Verbindungs- und Automatisierungstechnik für die Verkehrsinfrastruktur, die Elektromobilität, für sauberes Wasser, regenerative Energien sowie intelligente Versorgungsnetze oder den energieeffizienten Maschinen- und Anlagenbau. Mit fast 100 Jahren Erfahrung im Maschinenbau und in der Automatisierung arbeitet das Unternehmen schon heute an der intelligenten Produktion von morgen. Davon konnten sich die Teilnehmer überzeugen. Sie waren von der Philosophie, Strategie und Organisation des Unternehmens ebenso begeistert wie vom Management und dem persönlichen Engagement aller Mitarbeiter.

Als traditionsreiches Familienunternehmen ist Phoenix Contact ein echtes Beispiel für den modernen deutschen Mittelstand. Beeindruckend auch die herzliche Gastfreundlichkeit, mit der die Gruppe umsorgt wurde. Mehrere Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zur Vereinbarung von bilateralen Treffen und Besprechungen. Phoenix Contact war wieder einmal gern bereit, die Besucher zum Thema Industrie 4.0 in der Firma zu empfangen und stellte die Unternehmenspräsentation allen zur Verfügung. Eduard Petkau, Area Sales Manager East Europe, Business Area ICE, freute sich darüber, dass er die Erwartungen aller Besucher übererfüllen konnte und wünschte dem weiteren Programm viel Erfolg. Er wartet nun gespannt auf die Ergebnisse der entstandenen neuen Kontakte. Der Unternehmensbesuch in Bad Pyrmont hat sich für alle Beteiligten gelohnt und war wieder ein gelungenes Beispiel für eine echte Win-Win-Situation.