Unternehmer aus der Ukraine, China und Turkmenistan zur Weiterbildung in Celle

Chinesische Teilnehmer des Managerfortbildungsprogramms bei der DMAN

Teilnehmer aus der Ukraine bei ihrem CEBIT-Besuch

Teilnehmer aus der Ukraine in Celle

Vom 4. Juni bis zum 29. Juni 2018 führte die DMAN im Residenzschloss in Celle ein Managerfortbildungsprogramm des BMWi im Format „Wirtschaftskooperation“ mit 19 Unternehmern aus der Ukraine durch. Unterschiedliche Branchen waren vertreten: Maschinenbau, Kfz, Lebensmittel, Holz, Lacke, Farben, Textil, medizinische Geräte, IT, Energie (Wasser), Wirtschaftsförderung, Verbände.

Bei dem Fortbildungsprogramms unter dem Motto „Fit for Partnership“ nutzen die Teilnehmer die Chance, sich gezielt auf Geschäftsanbahnungen und Wirtschaftskooperationen vorzubereiten. Während der Trainings erweiterten die Geschäftsführer, Inhaber und Top-Manager ihre Managementkompetenzen, bei den Besuchen konnten sie Einblicke ins deutsche Management sammeln. Natürlich ging es den Teilnehmern auch um Möglichkeiten zur Erweiterung ihrer Fachkenntnisse in ihren jeweiligen Spezialgebieten und Bereichen. Dazu hatten sie während der individuellen Treffen die besten Möglichkeiten.

Zu den traditionellen Höhepunkten zählte wieder der Besuch der CEBIT in Hannover. Die Leitmesse der Informations- und Kommunikationstechnik startete im Juni mit einem radikal veränderten Konzept, das Technologie mit Emotionen, Geschäftsanbahnung mit Spaß und Business mit Festival verbindet. Von der Vielfalt der vorgestellten Technologien, die die digitale Transformation treiben, waren die Teilnehmer begeistert: Künstliche Intelligenz, Blockchain, Security, IoT und 5G, Human Robotics, VR/AR, Drohnen, Collaboration & Workspace 4.0 und Future Mobility. Viele wollen im nächsten Jahr die Messe mit Kollegen und Geschäftspartnern wieder besuchen und dann auch Zeit für das angebotene Konferenzprogramm einplanen (2018: 600 internationale Redner auf zehn Bühnen).

Chinesische Manager besuchen Kuka-Roboter

Ebenfalls mit dem Ziel, den Wirtschaftsstandort Deutschland auszuloten und möglichst viele Geschäftskontakte und Kooperationen mit deutschen Unternehmen zu knüpfen, besuchten im August 2018 chinesische Manager die DMAN. Die Topmanager und Inhaber von mittelständischen Firmen nahmen am Qualifizierungsprogramm „Fit for Partnership with Germany“ teil, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert und von der GIZ koordiniert wird. Das Spektrum der vertretenen Branchen reichte vom Maschinen- und Gerätebau über Medizintechnik und IT bis hin zur Brauerei und dem Anbau von Lavendel. Das Besondere an diesem Programm war, dass es weder in englischer noch in deutscher Sprache durchgeführt wurde, sondern auf Chinesisch mit Dolmetschern, denn die Unternehmer verfügten über keine Fremdsprachenkenntnisse. Sprachlich und logistisch eine echte Herausforderung für die DMAN-Mitarbeiter.

Der Besuch bei einem Vorreiter in Sachen Industrie 4.0 gehörte selbstverständlich dazu. Die Kuka Roboter GmbH und das Kuka College in Braunschweig überzeugten mit ihren maßgeschneiderten Automatisierungslösungen vom Industrieroboter bis zur kompletten Fertigungsanlage sowie mit ihren vielfältigen Schulungsprogrammen in einem innovativen Automotive-Umfeld, die jeweils individuell auf die Bedürfnisse der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter abgestimmt werden. Die chinesischen Manager erhielten Einblicke in intelligente Automatisierungslösungen, die langjähriges Mechatronik-Know-how mit Cloud-Technologien und mobilen, selbstfahrenden Plattformen kombinieren.

Manager aus Turkmenistan suchen deutsche Partner

Vom 15. Oktober bis zum 9. November wird das letzte Managertrainingsprogramm im Jahr 2018 durchgeführt. Für 19 Manager aus Turkmenistan wird dieses Programm derzeit vorbereitet. Es handelt sich um Führungskräfte aus staatlichen und privaten Unternehmen. Wie immer sind die unterschiedlichsten Branchen vertreten: Lebensmittel, IT und Telekommunikation sowie Erdöl.

Entsprechend gemischt sind auch die einzelnen Interessen und Zielstellungen. Das Spektrum reicht wieder vom Wunsch, deutsche Waren oder Anlagen einzukaufen oder mit deutschen Produkten zu handeln bis hin zum Ziel, eigene Produkte zu verkaufen. Viele Unternehmer bieten deutschen Partnern ihre Dienstleitungen an oder wollen Joint Ventures mit deutschen Firmen gründen. Oftmals scheiterten diese Vorhaben in der Vergangenheit jedoch an fehlenden Standards oder Zertifizierungen. Gerade in diesen Punkten gibt das Programm wichtige Hilfestellungen.

Während der Trainings und speziell bei den Unternehmensbesuchen haben die jungen Manager ausführlich Gelegenheit, sich mit den unternehmerischen Anforderungen in Deutschland und der EU vertraut zu machen. Für die Anbahnung von Geschäftskontakten und die Planung von künftigen Kooperationsprojekten gibt es wieder jede Menge Spielraum bei den Gruppenbesuchen und den individuellen Unternehmensbesuchen.

Gute Vorbereitung unterstützt den Erfolg der Programme

Die Teilnehmer bereiten sich insgesamt gut auf ihren Deutschlandaufenthalt vor und reisen hoch motiviert an. Die Vorbereitung wird von Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern durchgeführt. Die DMAN hat vor Ort zweitägige Einführungsworkshops durchgeführt.

Für einige Teilnehmer war der Besuch in Deutschland nicht der erste, aber er gehörte zu ihren erfolgreichsten. Für andere Teilnehmer hat das Fortbildungsprogramm in Celle dazu beigetragen, ihren außenwirtschaftlichen Fokus auf Deutschland zu legen. Wir freuen uns jetzt schon auf die Ergebnisse der Follow-ups im nächsten Jahr.